P wie Präsenzmelder

Theorie: Anwesenheitssensoren oder Präsenzmelder an Bildschirmen sind eigentlich eine feine Sache und dazu gedacht, Strom zu sparen. Sie erkennen, ob jemand am Arbeitsplatz sitzt und schalten, wenn nicht, den Bildschirm nach einiger Zeit in den Stromsparmodus. 

Realität: In Wirklichkeit sind solche Mechanismen bei den Nutzern aber ziemlich unbeliebt, weil sie oft schlecht umgesetzt und falsch eingestellt sind. Das führt dann etwa dazu, dass der Bildschirm beim Lesen eines zweiseitigen Textes dreimal ohne Vorwarnung ins Koma fällt. Dann muss er, durch eifriges Winken etwa, wieder aufgeweckt werden. Das sieht nicht nur peinlich aus, sondern stört auch den Lesefluss. Was folgt, liegt auf der Hand: Reklamationen beim Vorgesetzten respektive der IT und anschliessendes Abschalten der Stromsparfunktion. So weit, so nachvollziehbar – doch mit dem Lesefluss allein lässt sich die Ergonomie am Schreibtisch nicht abhaken. Wer sich etwas damit befasst, weiss, dass regungsloses Sitzen vor dem Bildschirm Gift ist für den Rücken, den Nacken, die Arme und die Augen. Deshalb gibt es ja auch all die Medizinbälle, Wackel- und Kniestühle, die so unbequem sind, dass man sich jede Viertelstunde umsortieren muss. Das ist nicht lustig, aber gesund. Genau dasselbe lässt sich aber mit einem Präsenzmelder erreichen. Das bedingt allerdings, dass sich seine Reaktionszeit vernünftig einstellen lässt und er sich meldet, bevor er den Bildschirm schlafen legt. Billigstmodelle bieten das in der Regel nicht, aber die soll man wegen der schlechten Bildqualität ohnehin meiden. 

Fazit: Wer also seinen Mitarbeitenden UND der Umwelt Gutes tun will, kauft gute Bildschirme mit fein konfigurierbarem Präsenzmelder. Er konfiguriert sie richtig und informiert sein Team über Sinn und Zweck des verordneten Herumrutschens am Arbeitsplatz. Und wer ganz sichergehen will, schützt die Einstellungen des Bildschirms mit einem Passwort.